Leistungsangebot / Betreuungszeiten

Das Leistungsangebot umfasst die regelmäßige familiennahe Betreuung von Babys, Kleinkindern und Schulkindern (ab 6 Jahre). Die Betreuung findet überwiegend wochentags in der Zeit von 7.30 – 14.00 Uhr statt. Die Kinder werden während der Betreuung auch verpflegt. Auf Basis der Pflegeerlaubnis können durch uns maximal 8 Kinder gleichzeitig betreut werden. Es wird eine intensive, liebevolle Betreuung der Kinder angeboten. Da es sich um eine sehr kleine Gruppe von Kindern handelt, kann sehr viel intensiver auf die einzelnen Kinder und ihre individuellen Bedürfnisse und Fertigkeiten eingegangen werden als dieses z.B. in einem Kindergarten möglich ist. Durch die geringe Auswahl an Spielpartnern entwickeln die Kinder nicht nur ein höheres Maß an sozialer Kompetenz sondern es ermöglicht auch eher geschwisterähnliche Konstellationen. Die Öffnungszeiten werden von 07.30 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends sein. Kernzeit ist von 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr. Nach Absprache wird die Kinderbetreuung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten, am Wochenende oder abends/nachts angeboten – jedoch für maximal drei Kinder gleichzeitig.

Rahmenbedingungen

Die Kindertagespflege „Zauberwald“ befindet sich am Stadtrand von Walsrode, in der Ernst-August-Str.10. Fußläufig befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, um Kinder in Alltagssituationen zu schulen, jedoch auch Wald und Wiesen, welche zu Entdeckungen in der Natur einladen und ideal zum Spielen sind. Zu dem Gebäude gehört ein großer Parkplatz, welcher den Eltern ermöglicht ihre Kinder gefahrlos in den „Zauberwald“ zu bringen. Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen sind gewährleistet. Ferner ist ein großer Garten mit rund 1000m² vorhanden. Dieser ist hinter dem Haus gelegen, sodass die Kinder ausgelassen spielen und toben können. 2016 wird ein kleiner Teil des Gartens als „ Kinder- Garten“ abgetrennt, in dem wir dann Gemüse selber anbauen. Hier wollen wir den natürlichen Umgang mit Pflanzen, vom Säen bis zur Verarbeitung in der Küche, vermitteln. Der „Zauberwald“ befindet sich im 1.Obergeschoß unseres Hauses. Ca. 110m² aufgeteilt in ein großes, helles Spielzimmer, ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad stehen den Kindern zur Verfügung. Das Spielzimmer, ist ca. 80qm groß und in verschiedene Zonen eingeteilt. Es gibt eine Puppenecke mit einer kleinen Spielküche, einen Kaufmannsladen, eine Autozone und eine Kuschelecke, die für die Ruhephasen genutzt werden kann. Es gibt genügend Platz zum Spielen und zum Zurückziehen. Außerdem gibt es zwei Tische an denen gegessen, gemalt, gebastelt und gespielt wird – je nach Uhrzeit und Bedarf. Der zweite Raum von ca. 18qm ist als Schlafzimmer vorgesehen. In diesem Zimmer befinden sich Baby/Kinderbetten sowie eine Couch zum Vorlesen vor dem Schlafengehen und eine Wickelkommode. In der Küche werden Frühstück und Mittagessen täglich frisch zu bereitet. Regionales und saisonales Obst und Gemüse wird bevorzugt. Das Bad wurde so hergerichtet, das es den Kindern möglich ist gefahrlos Waschbecken und Toilette zu erreichen. Ebenso ist ausreichend Platz für eine Waschmaschine.

Öffnungszeiten

Zeit
Kernzeit Mo-Fr. 08:00 - 14:00 Uhr
nach Absprache auch außerhalb der Kernzeit

Tagesablauf

Dieser Tagesablauf orientiert sich in erster Linie an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und ist deshalb auch veränderbar.
Die Kinder sollen eine sehr individuelle Betreuung bekommen. Ein geregelter Tagesablauf und Rituale sind wichtig und helfen den Kindern sich einzuleben und wohl zu fühlen. Trotz allem ist dieser Tagesablauf bedürfnisorientiert und natürlich wird auf das Schlafbedürfnis eines jeden Kindes Rücksicht genommen.
Der Tagesablauf ist nur Leitfaden und dient der Orientierung der Kinder.

7:00-9:00Bringzeit / Freispiel
8:00-8:30gemeinsames Frühstück, danach
evtl. Windelwechsel, etc. (Hygiene)
9:00-9:30Morgenkreis/ Singen/ Spielen / kreative Angebote
9:45-11:00Spielen im Garten/ Spazieren gehen/ Entdecken der Natur/
Gartenarbeit im "Kinder- Garten", Hygiene
11:15-12:00Mittagessen, Hygiene und Vorbereitung auf Mittagsruhe
12:30-14:00Mittagsschlaf / Ruhe
Aufstehen / Hygiene / Anziehen
14:30-15:00Zwischenmahlzeit
danach Spielen / Singspiele drinnen oder im Garten
17:00Abholzeit

Ziele der pädagogischen Arbeit

Kinder beginnen bereits mit ihrer Geburt mit dem Lernen und haben, wenn sie in den „Zauberwald“ kommen schon erste Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt. Diese zuerkennen und zu individuell fördern ist unsere Aufgabe. Eine sichere Bindung ist die Grundlage für Entwicklung und Lernerfahrungen, deshalb ist eine behutsame Eingewöhnung für das Kind von großer Bedeutung. Positive Beziehungs- und Bindungserfahrungen und damit auch Entwicklung von Vertrauen ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung von Kleinkindern. Wir möchten Sie, als Eltern, dabei unterstützen, Ihre Kinder zu selbstbewussten, eigen-verantwortlichen und kompetenten Persönlichkeiten zu erziehen. Sich über die eigenen Gefühle klar werden, sie zu verarbeiten und auch zu lernen sie auszudrücken darin unterstützen wir die Kinder. Wir ermutigen sie eigene Entscheidungen zu treffen, sich durchzusetzen, zu kooperieren und Konflikte zu lösen. Sprache und Kommunikation sind Voraussetzungen für ein soziales Miteinander. Wir sprechen viel mit den Kindern. Durch gemeinsames Spielen, Singen, Vorlesen und erzählen fördern wir den Wortschatz der Kinder. Kinder lernen mit allen Sinnen (hören, sehen, riechen, tasten und schmecken) während des Spielens, deshalb hat das „freie Spielen“ einen hohen Stellenwert. Natürlich wird es auch angeleitetes Spiel geben. „Wenn man genügend spielt solange man klein ist, trägt man Schätze in sich herum, aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann“ ( Astrid Lindgren) In der Natur gehen wir auf Entdeckungsreise. Garten, Wald und Wiesen erkunden wir. Wir erfahren wie sich die Natur in den Jahreszeiten verändert, wie Tiere leben und vieles mehr. Farben, Formen, Gleichheit und Unregelmäßigkeit, große Menge, kleine Menge dies zu erkennen sind schon erste Formen der Mathematik. „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ (Antoine de Saint Exùpery) Gezielte Beobachtung sowie eine gute und regelmäßige Dokumentation sind die Grundlage für eine individuelle Förderung ihres Kindes. Wir führen ein Portfolio für jedes Kind in das selbst gemalte Bilder, Photos, Erlebnisse im Zauberwald und Fortschritte des Kindes eingefügt werden. Bis zum Abschied hat dann jedes Kind eine Erinnerung an die Zeit im „Zauberwald“.

Elternarbeit

Der "Zauberwald" bietet Kindern und Eltern einen Ort an dem sie sich wohl fühlen können. Er ist ein Ort der Begegnung und Wertschätzung.

Gute Kommunikation zwischen den Eltern und uns ist das "A und O" für eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit.
Um gute Arbeit leisten zu können ist ein intensiver Informationsaustausch unumgänglich.

Das tägliche kurze "Tür und Angel" Gespräch ist für Eltern und uns sehr wichtig. Hier werden alltägliche Geschehnisse mitgeteilt z.B.: Wie hat das Kind geschlafen, gab es besondere Vorkommnisse, wie war der Tag. Manche Dinge lassen sich aber nicht in diesen kurzen Zeiten ansprechen.

Individuelle Gespräche müssen in Ruhe geführt werden. Dafür stehen wir nach den Betreuungszeiten, gern auch telefonisch in der Zeit von 19 bis 20 Uhr, zur Verfügung.

Eingewöhnung

"Für eine gesunde psychische Entwicklung brauchen Kinder Personen, denen sie vertrauen können und die in belastenden Situationen für sie da sind. Entwickelt ein Kind solch eine Beziehung zu einer Person, spricht man von einer sicheren Bindung. Die sichere Bindung eines Kindes zu einer Betreuungsperson ist gekennzeichnet von emotionaler Wärme, Zuwendung, Sicherheit und Schutz. Sie ist vor allem wichtig, wenn das Kind in emotionale Belastung und erschöpften eigenen Ressourcen gerät und auf die Unterstützung einer zuwendenden Person angewiesen ist."
(Bertelsmann Stiftung, L. Ahnert)

In der Eingewöhnung arbeiten wir nach dem Berliner Modell.
Das Berliner Modell gliedert den Verlauf der Eingewöhnung in mehrere Phasen. Vor der Aufnahme in die Tagespflege "Zauberwald" steht ein ausführliches Aufnahmegespräch, in dem sich die Eltern vorab mit uns über die Ernährung, Schlafgewohnheiten und das Spielverhalten des Kindes unterhalten.

Grundphase

In der Grundphase wird das Kind von Mutter oder Vater in den "Zauberwald" begleitet und sie/er hält sich mit dem Kind wenige Stunden im Gruppenraum auf. In der dreitägigen Phase beobachten wir das Kind und nehmen vorsichtig, meist über Spielangebote oder über eine Beteiligung am Spiel des Kindes, Kontakt zu ihm auf. Die Aufgabe der Eltern besteht darin, dem Kind Sicherheit zu geben und es nicht zu drängen, mit anderen Kindern zu spielen oder sich von ihm zu entfernen.

Stabilisierungs- und Trennungsphase:

Am vierten Tag beginnt die nächste Phase. In dieser versuchen wir dem Kind beim Mittagessen zu helfen und mit ihm zu spielen, um so eine Vertrauensbasis aufzubauen. Die Eltern (Mutter oder Vater) reagieren in dieser Phase nur dann auf Signale ihres Kindes oder greifen anderweitig aktiv ein, wenn das Kind uns noch nicht akzeptiert hat. Andernfalls besteht die Interaktion lediglich zwischen uns und dem Kind, die Eltern sind sozusagen nur anwesend. Ebenfalls am vierten Tag erfolgt der erste Trennungsversuch. Die Eltern verabschieden sich von ihrem Kind, verlassen den Raum für ungefähr eine halbe Stunde, bleiben aber in der Nähe, damit sie abrufbereit sind. Die Reaktion des Kindes auf diese erste Trennung entscheidet über die Dauer der Eingewöhnungszeit. Ein geliebtes Kuscheltier oder Schmusetuch von zu Hause kann dem Kind dabei sehr hilfreich sein. Dabei werden die Zeiträume des Aufenthalts im "Zauberwald" sowie die Zeiträume der Trennung allmählich vergrößert. Wenn das Kind bei der Trennung jedoch versucht, den Eltern zu folgen, wenn es weint und sich nicht von uns trösten lässt, wird die Eingewöhnungszeit in der Regel verlängert.

Schlussphase:

Die Stabilisierungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind ein erstes emotionales Band zu uns geknüpft hat. Das Kind protestiert dann zwar eventuell noch gegen den Weggang der Mutter/des Vaters, lässt sich aber schnell von uns trösten. In der Schlussphase halten sich die Eltern nicht mehr im "Zauberwald" auf. Sie sind aber jederzeit erreichbar, um in bestimmten Situationen für ihr Kind da zu sein, falls die Bindung zwischen dem Kind und uns noch nicht ausreichend ist.

Sauberkeitserziehung

Sauberkeitserziehung setzt eine gewisse körperliche Reife voraus. Das heißt konkret, dass bestimmte Muskeln und Nervenbahnen ausgereift sein müssen, damit das Kind seine Blasen- und Darmmuskulatur kontrollieren kann. Sauber werden ist ein Lernprozess, ebenso wie laufen und sprechen lernen. Eine frühe Sauberkeitserziehung - zum Beispiel das Kind ständig aufs Töpfchen zu setzen - beschleunigt das Trockenwerden Ihres Kindes nicht. Im Gegenteil - allzu leicht kann es passieren, dass Ihr Kind hierdurch in "Stress" gerät und Angst vor dem Toilettengang entwickelt. In der Regel kommt das Trocken- und Sauberwerden ganz von selbst und Ihr Kind zeigt Ihnen, wann es so weit ist. Meist zeigen sich im Verlauf des zweiten und dritten Lebensjahres die ersten Hinweise. Kinder interessieren sich auf einmal für die Toilette und das Töpfchen, melden sich im Nachhinein wenn die Windel "voll" ist (Pipi gemacht…). Ab diesem Zeitpunkt werden wir Ihr Kind gemeinsam unterstützen und ihm hilfreich zur Seite stehen, damit Ihr Kind auch diesen Lernprozess ohne "Stress" bewältigen kann.